George Floyd – Rest in Power

Am Abend des 25. Mai 2020 ermordeten vier weiße Polizisten den am Boden liegenden, mit Handschellen gefesselten George Floyd.
Alle vier Polizisten gingen ohne Konsequenzen aus der darauffolgenden Untersuchung.

George Floyds Ermordung reiht sich, wie so viele andere, ein in die brutale und eliminatorische Geschichte rassistischer Polizeigewalt – in den USA und weltweit. Ebenso die Freisprechung der Polizisten, die seinen Tod zu verantworten haben.
Es kann hier keine andere Aussage geben, keine Diskussion und keine Relativierung.
Rassismus tötet. Punkt. And Black Lives Matter.

Wir sind voller Trauer und Wut.

End white supremacy –
we stand in solidarity.

8. Mai – Tag der Befreiung

Heute vor 75 Jahren kapitulierte die deutsche Wehrmacht.

Danke den Partisan*innen, der Résistance, den Widerstandskämpfer*innen, der jüdischen Kampforganisation, der roten, amerikanischen und englischen Armee für die Zerschlagung des Faschismus, für die Befreiung von Krieg und Barbarei, für den Sieg über deutschen Vernichtungswillen und industriellem Massenmord.

Den Schweinen kein Vergeben,
kein Vergessen.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.
Nie.
Wieder.

Für solidarischen Antifaschismus!
Eure f*ab

Für ’systemrelevante‘ Arbeit applaudieren? That doesn‘t cut it!

Liebe Genoss*innen,

die Corona-Krise erschwert antifaschistisches, solidarisches, feministisches und antikapitalistisches Engagement. Gleichzeitig verschärfen sich die Bedingungen in diesem Land. Wir wollen das Ganze nicht unkommentiert lassen und wollen euch einladen gemeinsam mit uns neue Protestformen auszuüben.
In dieser Krise wird deutlich, wie wichtig die medizinische und pflegerische Versorgung ist. Die Arbeitszeitverlängerungen und Pausenverkürzungen sind nur der Tropfen auf dem heißen Stein, der die Liberalisierung im Gesundheitssektor sichtbar macht. Die Krise wird auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, die im Gesundheitssystem arbeiten. Genau diese Menschen wollen wir unterstützen. Dabei wollen wir nicht klatschen, denn von klatschen wird niemand satt oder ausgeschlafen.

Unsere Idee ist es, dass wir ähnlich wie bei #leavenoonebehind Transparente in Fenster/ an öffentlichen Orten aufhängen. Das wäre ein Vorschlag, aber eurer Kreativität ist keine Grenze gesetzt.

Dabei können die Forderungen ganz einfach gegen Arbeitszeiten und Auslastung des Personals sein, für bessere Bezahlung, gegen ein Wirtschaften in Krankenhäusern nach Kapitallogik oder das Alleine-lassen der Frauen mit Care-Arbeit.
Wir hoffen, dass sich viele von euch beteiligen und: spread the word! #KlatschenMachtNichtSatt

Solidarische Grüße
f*ab

Tag der politischen Gefangenen 18. März 2020 – Redebeitrag

Der 18. März erinnert an den Aufstand der Pariser Kommune 1871 – an deren gewaltsame Zerschlagung und die darauffolgenden Repressionen.
Am 18. März 1923 erklärte die Internationale Rote Hilfe den Tag zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“.
Seit 1996 wird der Tag der politischen Gefangenen nun auch in der BRD mit Veranstaltungen und Aktionen begangen.
Vielen Dank an die Rote Hilfe, für die Organisation dieses Tages, aber auch für das, was ihr jeden Tag macht. Ihr habt diesen Tag ins Leben gerufen, und wir wehren uns gegen jegliche Versuche von Nazis, diesen Tag zu vereinnahmen!
In Zeiten von Coronavirus werden Menschen sagen, dass es heute wichtigere Themen gibt. Aber gerade Menschen in Gefängnissen und Lagern sind der Gefahr durch den Virus in extremer Weise ausgesetzt und brauchen heute, genau wie in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren unsere Solidarität und Unterstützung. Und gerade jetzt, wenn vielleicht die eine oder der andere mehr Zeit als üblich hat, bietet es sich an, zum Beispiel einen Briefwechsel mit jemandem zu beginnen, die oder der aufgrund von staatlicher Repression im Knast sitzt. Eine gute Anleitung, wie Ihr damit anfangen könnt, findet Ihr übrigens auf der Homepage der Roten Hilfe.
Wir als feministische Antifa Bremen nutzen diesen Moment, um besonders an die Kämpfe von Frauen* und LGBTIQ zu erinnern – denen weltweit mit Brutalität und Härte begegnet wird.
Seien es Kämpfe um grundlegende Menschenrechte, sei es das Recht, frei und selbstbestimmt über den eigenen Körper zu verfügen, dafür, sich frei im öffentlichen Raum bewegen zu können, selbst über sexuelle Beziehungen und Identitäten zu entscheiden, um finanzielle Gleichberechtigung, um Anerkennung und Wertschätzung, um das Recht, sich frei ausdrücken und bilden zu können – die Kämpfe von Frauen* und LGBTIQ haben schon immer patriarchale und sexistische Strukturen herausgefordert und in Frage gestellt. Feministischen Kämpfen in ihrer Vielfalt wird dementsprechend mit Verfolgung, Verhaftung und sogar Ermordung durch Repressionsbehörden begegnet. Einige wenige Beispiele aus der unendlichen Liste jener, die für ihre Überzeugung und ihren Widerstand verfolgt und inhaftiert wurden, wollen wir euch nun nennen.

• Im Iran wurde am 11. März 2019 die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh für ihren Einsatz für Frauen*rechte und gegen die Todesstrafe zu 33 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt. Auch wurden sechs Aktivist*innen zu 109 Jahren Haft verurteilt, weil sie sich weigerten, den vorgeschriebenen Hijab zu tragen bzw. sich ohne den Hijab fotografieren oder filmen ließen.

• In Russland steht die Aktivistin Yulia Tsvetkova seit dem 22. September 2019 unter Hausarrest, da sie sich für die Rechte von Frauen* und LGBTIQ eingesetzt hat und weiterhin einsetzt. Der Anlass für diese drastischen Maßnahmen sind Bilder und Theaterstücke.

• Yirgalem Fisseha Mebrahtu, eine Lyrikerin aus Eritrea, saß sieben Jahre in Haft – aufgrund ihrer Gedichte. Sie floh aus Eritrea und lebt heute in München.

• Loujain al-Hathloul, Samar Badawi und Nassima al-Sada ul sitzen seit Mai 2018 in Saudi Arabien in Haft, da sie sich für die Rechte von Frauen* einsetzten.

Die Repression gegen Menschen, die sich für Frauen*- und LGBTIQ-Rechte in Deutschland einsetzen, scheint im Vergleich zu der staatlichen Verfolgung und Verhaftung in anderen Ländern zu verblassen – eine Tatsache, mit der auch NationalistInnen oder konservative Strömungen gerne die „besondere Qualität“ der deutschen Gesellschaft propagieren. Dabei muss deutlich gemacht werden, dass der vermeintliche Kampf von rechts für Frauenrechte ein Deckmantel zur Verbreitung rassistischer Ideologien ist.

Die Grenze zwischen politischen Gefangenen und Strafgefangenen ist allerdings auch in Deutschland extrem unklar – insbesondere bei Themen wie Widerstand gegen die Staatsgewalt, Schwangerschaftsabbrüche, Drogenkonsum oder auch Flucht. Deshalb kann es nicht nur darum gehen, politische Gefangene freizulassen – und das fordern wir heute, sofort und ohne Ausnahmen – sondern wir müssen auch den gesamten Gefängnisapparat in den Blick nehmen.

Fakt ist: Knast ist die letzte Form staatlicher Repression und Formen dieser Repression erleben wir immer wieder auch hier in Bremen – wir erinnern z.B. an die vielen Hausdurchsuchungen und Prozesse gegen Antifaschist*innen.
Wir solidarisieren uns mit politischen Gefangenen hier und weltweit.

Wir vergessen Euch nicht – bis alle frei sind!

Filmvorführung am 10.09.2018 – Liza ruft!

Liebe Leute,
am 10.09. um 18.30 Uhr laden wir euch ins Cinema im Ostertor ein. Dort möchten wir gemeinsam mit euch den Film Liza ruft! schauen. Regisseur Christian Calsen wird eine kurze Einführung dazu geben und im Anschluss eine Diskussionsrunde zum Film begleiten.

Liza ruft! ist die Geschichte einer jüdischen Wiederstandskämpferin und ihrer Gefährt_Innen zur Zeit des Nationalsozialismus in Litauen. Ein bewegender und politischer Dokumentarfilm über den Holocaust und die Erinnerungspolitik Litauens!

Kommt zahlreich. Wir freuen uns auf euch!